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summary

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information

Project: MZW, Medienzentrum Wien
Location: Vienna, AT
Type: Educational
Year: 2012
Team: Mehlan, Opperer, Hugo
Client/Bidder: Big Bundesimmobiliengesellschaft m.b.h., Wien (AT)
Status: open international competition
ARGE Partner: aoffice, Arch. DI Gerhard Höllmüller (www.aoffice.at)

project text (ger)

Projektbeschreibung

Das Medienzentrum ist ein 4-geschoßiger Baukörper, der zur Weiträumigkeit des Campusgeländes mit einer geschwungenen Fassade reagiert. Die Freiflächen werden in einem fließenden Übergang aufgenommen und im Bereich der verlaufenden Sockelzonen in Form von Sitzstufen fortgeführt. Im Osten wird der Baukörper abgestuft, um den Lichteinfall zum Nachbargebäude (Bauteil N) hin zu gewährleisten. So entstehen vor den Unterrichts- und Verwaltungsräume in jedem Geschoß eine Terrasse und ein unmittelbar nutzbarer Freibereich.

Das äußere Erscheinungsbild des Baukörpers impliziert bewusst den Eindruck eines Instrumentes und den musischen Charakter des Hauses.

Der Eingang liegt visavis des Bauteiles G in der Verlängerung der Tongasse. Über eine breite Treppe gelangt man zu den großen Sälen im Untergeschoß. Vor dem Aufnahmesaal ist ein Foyer über zwei Geschoße ausgebildet, das für Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Volumina der über zwei Geschoße gehenden Säle sind durch die Lufträume unter der hochschwingenden Fassade spür- und erlebbar.

Die Unterrichtsräume bzw. Studios des Instituts für Komposition und Elektroakustik befinden sich im Untergeschoß und Erdgeschoss. Die Räume der Filmakademie liegen im ersten Obergeschoß; die des Instituts für Tasteninstrumente im zweiten. Das dritte Obergeschoß umfasst sämtliche Verwaltungsflächen.

Diese einfache funktionale Gliederung erlaubt eine autarke Nutzung der einzelnen Bereiche. Die beiden Stiegenhauskerne werden als Fluchttreppen ausgebildet. Jedes Geschoß ist in zwei Brandabschnitte getrennt. Der zweite Fluchtweg ist über den zweiten Brandabschnitt sicher gestellt und liegt innerhalb von 40 Metern. Zusätzlich wird das Gebäude mit einer Brandmeldeanlage im Vollschutz ausgestattet.

Um die hohen Anforderungen an den baulichen Schallschutz zu erfüllen, sind Zwischenwandkonstruktion von bis zu 50 cm vorgesehen (80dB). Die Fassaden werden zweischalig ausgebildet. Im Norden und Westen sind horizontale Lamellen vorgesetzt, die den homogenen Charakter der geschwungenen Fassaden unterstreichen und in den flachen Sockelbereichen als Sitzstufen ausgebildet werden. Im Süden und Osten ist eine zweischalige Pfostenriegel Fassade vorgesehen. Diese erfüllt sowohl die Anforderungen an den Schallschutz wie auch an den Sonnenschutz (zwischenliegend).

Als Grundvoraussetzung für die akustischen Anforderungen sind die Raumproportionen der musisch genutzten Unterrichteräume und Säle in einem Seitenverhältnis < 2,5 und der geforderten Raumhöhen von 3,5 Metern bzw. & Metern geplant, wobei eine Wand immer schiefwinkelig ausgebildet ist. Für die Absorptionsmaßnahen in Form von unterschiedlichen Elementen sind zusätzliche Raum für Verkleidungen vorgesehen; in den Sälen 50 Zentimeter bis zur Tragkonstruktion und 100 Zentimeter an der Decke.

Das statisch-konstruktive System besteht aus tragenden Kernen und Wandscheiben (Stiegenhäuser, Säle, Kerne) und Trägerdecken (25 cm Platte und 55 cm Unterzug), um die Stützenanzahl in den Räumen zu minimieren. Die vertikalen Lasten an der Fassade werden im Fassadenzwischenraum (1 Meter) abgetragen.