architects
Kranzgasse 18/5B
AT-1150 Vienna

Karl-Marx-Platz 15
DE-12043 Berlin
email office@moh-architects.com

summary (ger)

"Die Universität für angewandte Kunst Wien als international hoch angesehene Kunst- und Bildungsinstitution sieht sich bei der Realisierung eines Bauprojektes für die eigenen Zwecke besonders verpflichtet, einen maßgeblichen Beitrag zur Baukultur zu leisten. Der Entwicklung zunehmend urbanisierter und komplexer Gesellschaften soll mit hohem Verantwortungsbewusstsein begegnet werden, wobei insbesondere auch der gebauten Umwelt höchste Bedeutung beigemessen wird.

"Die Angewandte versteht sich als eine Stätte der freien künstlerischen und wissenschaftlichen Artikulation, als Ort des offenen Diskurses und als Entwicklungslabor künstlerischer Visionen, die in der Gesellschaft der Zukunft ihre Wirkung entfalten sollen und werden."

Der Anspruch, eine der besten Kunstschulen der Welt zu sein und zu bleiben, ist untrennbar verbunden mit der konsequenten Arbeit an der permaneneten Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und der steten Erneuerung des kreativen Potentials, sowie am kompromisslosen Eintreten für die Freiheit der Kunst und der Wissenschaft. In diesem Kontext – und zur Erfüllung des eigenen Leitbildes – erhebt die Angewandte beim ausgeschriebenen Bauvorhaben Anspruch auf höchste gestalterische Kreativität und auf zeitgenössische architektonische Qualität.

An der Universität für angewandte Kunst selbst wird das Fach Architektur seit langem von mehreren national und international hochkarätigen ArchitektInnen gelehrt. Diese Tatsache verpflichtet und motiviert besonders, die baukünstlerisch kreativsten und innovativsten Kräfte für das Projekt „angewandte_NEU“ zu mobilisieren und zu gewinnen.(...)" - Präambel des Auslobungstexts

information

Project: Neue Angewandte
Location: Vienna, Austria
Type: Educational
GFR: 22'500m² (7'000m² annexe)
Year: 2012
Team at moh: Mehlan, Opperer, Hugo, Yalki, Cesar

Project Partners: Zaha Hadid Architects Ltd. (www.zaha-hadid.com), Arch. Christian Kronaus (www.kronaus.com), Pichler Traupmann ZT GmbH (www.pxt.com)
Project Team: Mario Gasser, Robert Neumayr, Gabriel Cesar, Yuki Fu, Handan Yalki, Maren Klasing, Jakub Klaska, Martin Krcha, Philipp Ostermaier, Michael Powers, Saman Saffarian, Johannes Schafelner, Karine Yassine
Models: Martin Murero, Vienna
Images: Zaha Hadid Lab
Facade and HVAC: ARUP, London
Structure: FCP - Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH
Fire Protection: Rabl ZT GmbH, Graz
Status: intl. competition

project text (ger)

Drei prinzipielle Ansätze prägen den Entwurf für die Erweiterung der Angewandten:

1. Ferstels Gebäude am Ring sowie Schwanzers Bau entlang der Wien samt Verbindungstrakt bleiben in ihrer Integrität, Struktur und äußeren Erscheinung vollkommen unangetastet.
2. Der zwischen den beiden unterschiedlich hohen Gebäudetrakten liegende und von den auseinanderstrebenden Fluchten charakterisierte Hofwird neu ausgekleidet: Ein die Tragstruktur des Schwanzertrakts reflektierendes und neu interpretierendes Gerippe wird vor denselben geblendet, faltet sich zu einer schräg abfallenden Dachfläche heraus und findet in den Linien der Oberflächengestaltung des Hofes seine Fortsetzung.
3. Das ursprünglich intendierte städtebauliche Gesamtensemble von MAK und Hochschule wird wiederhergestellt: der zwischen den beiden Instituten liegende Hof wird als Haupteingang aktiviert und die Beziehung zum MAK-Garten als räumliche Fortsetzung des Innenhofes wiederhergestellt. Die Stelle des derzeitigen Bildhauerateliers wird bewusst nicht verbaut.

Aus dem Wunsch, sowohl auf Ferstels als auch auf Schwanzers Baukörper zu reagieren und die dem Schwanzertrakt vorgeblendete, neue Schale zu einem integralen Bestandteil der Gesamtkomposition werden zu lassen, entwickelt sich ein stadträumlich wirksamer, diagonaler Knick, der Parallelstellungen des Zubaus zu beiden, nicht-parallelen Kanten der Bestandsbauten ermöglicht: So nimmt diese neue Raumschicht an der höchsten Stelle in zurückhaltender Schlankheit auf den Schwanzertrakt Bezug, während in der Faltkante zur Hofbedachung der Bezug zum Ferstelbau aufgenommen wird. Die Knicklinie, die die verräumlichte Essenz der Problem- und Gebäudestellung darstellt, setzt sich weiter fort in den Knicken der Dachlandschaft, einem Skelett aus Rippen, ebenso wie die Fassade verglast bzw. als begehbare Stufenlandschaft ausgebildet. Das Gebäude kann nunmehr von zwei Seiten durchflossen werden: vom bestehenden Eingang Oskar-Kokoschka-Platz her und vom neuen Haupteingang Stubenring zwischen den beiden Ferstelhäusern. Dieser prägnante, von historistischer Sichtziegelarchitektur geprägte und bisher vollkommen vernachlässigte Außenraum wird zum neuen Angelpunkt und Schwerpunkt des Gesamtensembles. Der hier beginnende Hauptzugang zweigt sich auf in die drei wesentlichen Raumrichtungen:

1. in die Achse zum bisherigen Eingang
2. quer durch das freigelegte Erdgeschoß des Schwanzertrakts zum Wienfluss samt vorgelagerter Terrasse
3. sowie jene zum Garten des Museums.

Im Inneren entwickelt sich aus der neuen Längs- und Zirkulationsachse eine zum Fersteltrakt hin abfallende Hörsaallandschaft, die diesen über großzügige Öffnungen im Untergeschoß vollflächig mit dem öffentlichen Innenraum der Universität verbindet, ohne an die denkmalgeschützte Fassade nochmals und mehrmals andocken zu müssen. Die Hauptstiege des Altbaus wird so von unten her an den Loop der Gesamtzirkulation angeschlossen.

Entlang der neu geschaffenen Längsachse öffnet sich über die volle Höhe ein schlitzförmiger Luftraum, der die Autonomie der beiden Trakte (Bestand und Zubau) hervorhebt. Andererseits beginnt der Zubau mit seiner Stützenteilung quasi als Spiegelbild des Bestandes, um schließlich in der Aussenfassade zum Hof hin die Überformung der tektonischen Muster des Schwanzertraktes zu erfahren. Die Studioflächen im nunmehr erweiterten Schwanzertrakt werden von einem neuen, gläsernen Lift erschlossen, der zugleich die dominierende Vertikale des Luftraumes erfahrbar werden lässt. Die bisherigen Stiegen werden als Fluchtstiegenhäuser optimiert, die bisherigen Lifte bleiben weiterhin benützbar, werden jedoch zum Teil zu Feuerwehrliften aufgerüstet. Die ab dem ersten Obergeschoß angeordneten Studiound Büroräume für den Studiobetrieb sind zudem mit einer Treppe verbunden, die im Bereich der Multifunktionseinheiten in etwa der Mitte des Schwanzertraktes liegt. Damit ist einerseits eine gute Teilbarkeit der Flächen gewährleistet, andererseits soll dieser Bereich auch das kommunikative Zentrum des Studiobetriebes sein. Die Arbeitsbereiche in den neu geschaffenen kompakten Geschoßflächen liegen an den Aussenfronten. Die weniger belichteten Flächen im Zentrum der beiden Spangen werden für Nebenfunktionen genützt, sollen jedoch durch Glaswände die Durchlässigkeit und den Querbezug aufrechterhalten. Die gesamte Fläche wird damit zu einer flexibel zu bespielbaren Zone.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der neuen Planung sollte die Öffnung des Schwanzertraktes im Erdgeschoß zum Wienfluss hin sein. Die Mensa / Cafeteria wird hier quasi zum erweiterten Foyer für die Hörsäle, das sich gleichsam bis in den Freibereich in Form einer vorgelagerten Terrasse durchschiebt. Damit wird das Unigebäude zu dieser markanten stadträumliche Zone hin, die viel Zukunftspotential bietet, geöffnet. Der neu geschaffene urbane Teppich, der sich vom Wienfluss bis ins Untergeschoss des Fersteltraktes ausbreitet, schafft einen offenen, flexiblen Raum der für diverse Veranstaltungen und Vorlesungen leicht adapierbar ist und verschiedenst bespielt werden kann.

Grundlegend ist der Entwurf vom Credo des Studierens auf einer offenen Lernlandschaft mit Bezug zum öffentlichen Raum hin geprägt.

Tragwerksplanung

Beim vorliegenden Entwurf handelt es sich um ein 7 stöckiges Gebäude mit einem Erdgeschoß, das eine relativ geringe Gebäudetiefe gegenüber der Gebäudelänge aufweist. Da aussteifende Querwände aufgrund des architektonischen Konzepts bzw. der vorgegeben Nutzung nicht erwünscht sind, wird das Gebäude als biegesteife Rahmenkonstruktion geplant. Diese Rahmen werden in einem Achsabstand von 7,40 m angeordnet. Um die Konstruktion möglichst schlank zu halten, wird zwischen den Rahmen eine möglichst leichte Deckenkonstruktion (z.B. als Hohldielendecke oder als Trapezblechdecke mit Aufbeton im Verbund) vorgesehen. Im Zuge des Wettbewerbs wurden 2 mögliche Ausführungsvarianten untersucht: 1. Das Erdgeschoss in Massivbauweise und die darüber liegenden 7 Obergeschosse in Stahlbauweise 2. Als komplette Stahlbetonkonstruktion. Zur Auslegung der Konstruktion wurden Berechnungen an einem ebenen Stabwerksmodell durchgeführt, wobei Lasten aus Eigengewicht und Ausbaulasten, sowie Nutzlasten, Windlasten und auch Lasten zufolge Erdbeben berücksichtigt wurden. Die vorliegende Konstruktion wird durch die Rahmenwirkung in horizontaler Richtung ausgesteift. Gegenüber herkömmlichen Aussteifungssituationen mit Kernen oder Wandscheiben ist die vorliegende Konstruktion im Lastfall Erdbeben sehr günstig, da die Konstruktion eine relativ lange Eigenschwingdauer (kleine Eigenfrequenz) aufweist, wodurch die resultierende Erdbebenbelastung relativ gering ausfällt. Bei der Ausführung in Stahlbauweise kann eine besonders duktile und damit ein gutes plastisches Verformungsvermögen der dissipativen Bereiche der Konstruktion erreicht werden. Die Ausführung in Stahlbetonbauweise ist prinzipiell gleichwertig, jedoch müssen aus Gründen der Dimensionierung und der notwendigen Steifigkeit die Querschnitte der Riegel und Stiele größer ausgebildet werden. Beide Konstruktionsvarianten weisen eine ausreichende Steifigkeit gegenüber Windeinwirkungen auf.

Fassadendesign

Hauptfassaden: Das vorgeschlagene Fassadensystem der Hauptfassade besteht aus geneigten Schwertern aus Stahlbetonfertigteilen mit dazwischenliegenden vertikalen verglasten Streifen, die als Pfosten- Riegelfassade mit opaker Verglasung in den Brűstungsbereichen ausgebildet werden. Pfosten-/ Riegelfassade: Das Fenstersystem ist flächenbündig mit einer thermisch getrennten Rahmenkonstruktion und hochdämmender 3-fach Verglasung. Da die bereits bestehenden Studios natürlich belueftet werden, sieht das neue Konzept ebenfalls eine natürlich Belüftung vor. Als Őffnungselemente sind Parallel-Ausstellfenster vorgesehen, die von den Gebäudenutzern bedient werden. Anbindung an die Tragkonstruktion: Die Stahlbeton- Schwerter werden am Fusspunkt aufgelagert und an den Geschossdecken zur Aufnahme von Horizontallasten verankert. Ausgesteift werden sie durch horizontale Betonelemente am Kopfpunkt der Schwerter. Wärmedämmung zwischen den Stahlbetonschwertern und der Stahlkonstruktion verhindert das Entstehen von Wärmebrűcken und Kondensat.

Dachverglasungen Allgemein: Die Oberlichter der Auditorien sind an den Beton angeschlossen und sind auf ein Standard Aluminium-Oberlichtsystem mit 2 Dichtebenen aufgelagert. Automatische Lüftungsöffnungen sind in dem oberen Bereichen vorgesehen. Verglasung: Um den Anspruehen des Projekts gerecht zu werden, werden 3fach Isoliergläser verwendet. Jalousien, gesteuert vom Hausmanagment oder vom Nutzer vor Ort, befinden sich im äusseren Zwischenraum der Verglasung Dies dient einem hohen Licheintrag während der Wintermonate und als Abschattung in den heissen Sommermonaten. Zusätzlich werden hochwirksame Sonnen- und auch Wärmeschutzschichten verbaut. Die Verwendeten System sind gemäss dem Stand der Technik geprüft. Total- Verdunkelungsrollos: Total- Verdunkelungsrollos werden auf der Innenseite der Dreifachverglasung installiert. Sie werden elektrisch angetrieben und vom Nutzer gesteuert.

Fassadeneigenschaften: Akustische Eigenschaften: Fuer die 3fach Verglasungen der Hauptfassade werden Schalldämmende Gläser mit geeigneten Verbundschichten verwendet. Dadurch wird ein Schalldämmwert von ca. 45dB erreicht. Thermische Eigenschaften. Die Fassade thermisch getrennten Profilen ausgefűhrt, um den Energieverlust reduzieren. Um den U-Wert der Gesamtfassade zu verbesseren werden bei opaken Bereichen zusatzlich gedämmt. Hoch wirksame Dreifach Verglasungen mit Argonfüllung dienen dem Bestmöglichen U-Wert der Fassade. Ein U-Wert von 1.0 wird fuer die geschlossenen und transparenten Bereiche der Hauptfasssade angestrebt. In den horizontalen Bereichen werden aufgrund physikalischer Grundsätze etwas höhere U-Werte in den Verglasungen erreicht. Schlagregendichtigkeit: Die Fassade soll allen Wettereinflüssen standhalten. Dies ist durch eine Prüfung zu belegen oder kann auch durch Referenzpruefungen mit ähnlichen Abmessungen bescheinigt werden. Luftdichtheit des gesamten Gebäudes Die Luftdichtheit des Innenraums wird beeinflusst durch dei Wahl des Fassadensystems, die Ausführungsqualität und die Anschlussdetails. Wir difinieren eine Dichtheit von 1.5m³ / hour / m² / @ 600 Pa Druckdifferenz zum Innenraum.

Zugang und Wartung Hauptfassade: Die Hauptfassade wird durch eingewiesenes Personal von aussen űber eine Fassadenbefahranlage gereinigt, die vom Dach aus abgeseilt wird. Das Glas wird von aussen mit einem Kran über das Dach ausgetauscht.

Dachverglasung: Die Dachverglasung wird mit geeignetem Reinigungsgerät von der umliegenden Dachfläche aus gereinigt. Dabei werden die Gläser nicht betreten. Sollte eine Scheibe brechen, kann Sie mittels Gerüst angehoben und transportiert werden.

Nachhaltigkeit

Das Gebäude wurde nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit konzipiert, um die Belastung der Umwelt zu minimieren, und liefert gleichzeitig einen qualitative hochwertigen Entwurf mit positive Integration in das bestehende Gebäudeumfeld. Die Ausschreibung enthält keine Anforderung einer Zertifizierung für nachhaltiges Bauen, jedoch existiert das Zertifizierungssystem der Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI), das an das deutsche System (DGNB) angelehnt ist. Der Entwurf berücksichtigt die Aspekte, um eine Zertifizierung zu ermöglichen. Energie: Die gesamte Energiestrategie basiert auf der Reduzierung des Energiebedarfs sowie der Verwendung von Passiv-Systemen und hocheffektiven Aktivsystemen. Das vorgeschlagene Konzept ist zweckmäßig dem Bedarf angepaßt und reduziert gleichzeitig den CO2- und Energieverbrauch. Dabei vermindert eine hochleistungsfähige Fassade mit Dreifachverglasung den Energiebedarf der Gebäudetechnik, so dass Niedrigenergiesysteme eingesetzt werden können.Wien besitzt Fernwärmenetz, das zu 95% aus Verlustwärme von Kraftwerke, industrielle Anlagen oder Müllverbrennungsanlagen gespeist wird und damit eine höchst umweltfreundliche Energiequelle darstellt. Das Geäude wird sowohl zur Beheizung als auch zur Kühlung durch den Einsatz von Absorptionskälteanlagen an dieses System angeschlossen. Absorptionskälteanlagen verwenden das Warmwasser des Fernwärmenetz in einem Kältekreislauf um Wasser zur Kühlung zu produzieren. Wasser Die Regenwassernutzung und Grauwasser-Recycling ist empfohlen um den Verbrauch von Trinkwasser zu reduzieren. Gleichzeitig sollten wasserparende Amaturen eingebaut werden, um die Abwassereinleitung zu minimieren. Materialien Die Verwendung von Sichtbeton reduziert die Anzahl der eingesetzten Materialien auf ein Minimum, da jede Art von Verkleidung eingespart wird. Zusätzlichkann die Belastung der Umwelt durch die Verwendung von Zementaustauschstoffen und recycelten Zuschlägen im Beton reduziert werden. Das Projekt sollte allgemein eine nachhaltigen Materialbeschaffung in der gesamten Produktionskette beinhalten, das ein nachhaltiges Qualitätsmanagement aller Lieferanten und bausausführenden Firmen fordert. Die CO2-Bilanz des Gebäudes wird über den Projektphasen verfolgt und auf ein Minimum reduziert. Dies führt zusammen mit dem Konzept der technischen Gebäudeausrüstung zu einer möglichst niedrigen CO2-Bilanz im Verhältnis zur Nutzungsdauer.Transport: Die zentrale Lage in Stadtmitte bietet ausgezeichneten Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr. Zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten werden bereitgestellt um die Wahl einer umweltfreundlichereren Transportmethoden zu begünstigen. Tageslicht Natürliches Tageslicht steht durch die großflächige Dreifachverglasung sowie Dachfenster und das Atrium zur Verfügung. Dies begünstigt den Enegiebedarf der Beleuchtung und führt zu einem höherem Wohlbehagen für die Gebäudenutzer. Wo Tageslicht nicht zur Verfügung gestellt werden kann, werden Niedrigenergielampen eingesetzt. Technische Gebäudeausrüstung: Eine gemischte Form von Be- und Entlüftungssystemen ist vorgeschlagen, um ein exzellentes internes Gebäudeklima bei gleichzeitiger minimalem Energieverbrauch zur Verfügung zu stellen. Natürliche Belüftung wird durch öffenbare Fenster bereitgestellt. Die Belüftungsanlage wird nur zu den Hauptbelastungszeiten im Winter und Sommer eingesetzt. Großflächige Beheizung und Kühlung des Gebäudes wird durch ein Radiatoren-Systeme im Bodenaufbau bereitgestellt. Rohrleitungen in der Decke stellen die Kühlung des Gebäude durch Strahlung von der Betondecke her. Analog wird im Winter die Betondecke erwärmt und beheizt durch Strahlung das Gebäude. Dieses Konzept verlängert auch den Zeitraum in der eine reine natürliche Belüftung erfolgen kann, da die Masse des Tragwerks thermesche in das Konzept intigriert wird. Elektrische Versorgungsleitungen sind sowohl in der Decke für die Versorgung der Beleuchtung als auch im Boden zur Versorgung von Steckdosen, Verteilern u.ä. vorhanden. Modulare Verteilungssysteme werden eingesetzt um eine maximale Flexibilität für zukünftige Nutzungänderungen bereitzustellen. Anschlüsse und Verteiler für IT- und AV-Systeme werden integriert um den Bedarf der Gegenwart und weiteren Zukunft zu decken.