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information

Project: WA, Wohnbau Aspern
Location: Vienna, AT
Type: Residential
Year: 2012
Team: Mehlan, Opperer, Hugo
Client/Bidder: Aspern Development AG, Wien (AT), Magistrat der Stadt Wien, Wien (AT)
Status: open international competition
ARGE Partners: Treberspurg & Partner Architekten ZT GmbH (www.treberspurg.com)

project text

Administration Building am Campus des IST Austria

Der Kernpunkt der vorliegenden Entwurfsaufgabe besteht unserer Überzeugung nach darin, das Projekt städtebaulich und architektonisch feinfühlig in den bestehenden Kontext einzubetten und dabei gleichzeitig selbstbewusst das Image des IST als Institution der Spitzenforschung nach außen zu transportieren. In diesem Sinn schlagen wir folgendes Entwurfskonzept vor:

1. Städtebauliches Ensemble
Der Baukörper schließt in seiner Kubatur unmittelbar an dasVoestalpine-Gebäude an und führt dessen Bauflucht zunächst entlang der Bundesstraße fort, bevor er in einer kontinuierlich fließenden Bewegung zum Eingang des Campus leitet. Kann durch diese Geste der prominenten Lage unmittelbar am Eingang des Komplexes Rechenschaft getragen werden, so ist sie auch vom Zentrum der Anlage aus gesehen gleichermaßen sinnvoll:
Das ‚New Administration Building’ schließt den Campus schlüssig zu einer Gesamtfigur,einem Ensemble. Die vorgesehene Brückenverbindung zum Technology Park wird vom vorliegenden Konzept zur Gänze berücksichtigt und neben dem bestehenden Zugang auf der Seite des Voest-Gebäudes als zweiter fußläufiger Eingang zum Campus ausgebaut.

2. Architektonischer Körper
Querschnitt, Gesamtlänge, Trauf- und Firsthöhe des Voestalpine-Gebäudes werden vom vorliegenden Konzept
aufgenommen. Dadurch wird das neue Administrationsgebäude nicht nur Erweiterungsbau in programmatisch funktionalem Sinn, sondern aktiver Teil einer Komposition im Spannungsfeld zwischen Alt und Neu. Da das Gebäude in seiner Figur so unmittelbar Bezug auf den Bestand nimmt, kann es hinsichtlich seiner Textur, Fassadengestaltung und Materialität völlig eigenständig agieren, ohne die Lesbarkeit der Komposition zu beeinträchtigen:

3. Fassade
Die Oberfläche des ‚New Administration Building’ setzt sich in ihrer grafisch einfachen Eleganz deutlich vom Bestand ab und vermittelt selbstbewusst Eigenständigkeit. Die Krümmung der Fassaden wird planerisch dabei so umgesetzt, dass in der Fassadenebene an jedem Punkt ein gleiches Raster gegeben ist. Es finden nur zwei unterschiedliche Fenster-Typen und –Formate Verwendung, die formal und funktional unterschiedliche Funktionen übernehmen und in ihrer variierenden Anordnung die Fassade gliedern: Kompakte, festverglaste Elemente dienen der gestalterischen Differenzierung der Oberfläche und geben im Inneren des Gebäudes eine Grundhelligkeit, während großformatige Elemente mit Sonnenschutz Querlüftung, effektive Belichtung und individuelle Öffnung ermöglichen. Im Zusammenspiel lässt sich so eine sehr homogene Erscheinung und doch fein differenzierte Oberfläche erzeugen.

4. Flexibilität
Der strukturell klar gehaltene Baukörper ermöglicht dem Bauherren jede mögliche Flexibilität, sowohl in der Komposition der verschiedenen Bürogrößen, als auch der Bürotypologie, sollte dies zukünftig erforderlich werden. Die typologisch bedingten langen Erschließungsgänge werden durch die Krümmung des Baukörpers optisch vorteilhaft reduziert. Gleichzeitig sind die Radien so gewählt, daß Standardelemente verbaut werden können.